philosophie

Leitsatz

Vinosoph Christof.G.Pelz: "Einem einfacheren Wein muss man eine Frage stellen. Ein guter Wein gibt von sich aus bereits Antworten. Und ein besonderer Top-Wein erzählt bereits seine eigene komplette Geschichte".

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Vorsatz

Die wahre Qualität eines genossenen Weines wird am nächsten Morgen - manchmal auch schmerzhaft - klar. Die zahlreichen Möglichkeiten der Konzentrierung, Schönung, Optimierung, Harmonisierung und Reifung bedeuten nicht zwingend, das diese auch eingesetzt werden müssen.

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Weinsatz

Sämtliche Inhalte sind in Bearbeitung und werden laufend ergänzt, adaptiert und optimiert. Um in der Fachsprache der Winzer zu sprechen, die Inhalte werden noch vergoren. Vielen Dank fürs vorbeischauen, und besuchen Sie uns bald wieder.

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VINOSOPH 2017

SALAM ORIENT 2018

SALAM ORIENT 2018

INFO: www.salam-orient.at • www.facebook.at/salamorientwien
 
15.-23.10.2018 | Wien | Salam Orient 2018 | €
Von 15. bis 23. Oktober 2018 startet die neue Festivalleitung von Salam Orient in ihre zweite Runde: Seit letztem Jahr zeichnen Katrin Pröll und Martina Laab für das Festival verantwortlich, das vor 17 Jahren von Norbert Ehrlich ins Leben gerufen worden ist. 2018 liegt der musikalische Schwerpunkt auf den verschiedenen Strömungen und Kulturen der Regionen Palästina, Libanon und Israel und weiters wird die kurdische Tradition in den Fokus gestellt. Mit Salam Orient wollen die beiden Veranstalterinnen das künstlerische Potential und die aktuellen Entwicklungen gerade auch jener Regionen beleuchten, die durch politische Krisen gezeichnet sind, um so einen positiven Kontrapunkt zu setzen.
 
Von 15. bis 23. Oktober 2018 startet die neue Festivalleitung von Salam Orient in ihre zweite Runde: 
Seit letztem Jahr zeichnen Katrin Pröll und Martina Laab für das Festival verantwortlich, das vor 17 Jahren von Norbert Ehrlich ins Leben gerufen worden ist. Ihr Debüt haben die beiden letztes Jahr mit einem hochkarätig besetzten Programm und jungen aufstrebenden Bands gefeiert. Auch heuer hat sich das neue Intendantinnen-Team auf die Suche nach spannenden Musiker/innen, großen Namen und angesagten Newcomern aus den diversen Regionen des arabischen Raums gemacht und ist auch fündig geworden: 2018 liegt der musikalische Schwerpunkt auf den verschiedenen Strömungen und Kulturen der Regionen Palästina, Libanon und Israel und weiters wird die kurdische Tradition in den Fokus gestellt. Mit Salam Orient wollen die beiden Veranstalterinnen das künstlerische Potential und die aktuellen Entwicklungen gerade auch jener Regionen beleuchten, die durch politische Krisen gezeichnet sind, um so einen positiven Kontrapunkt zu setzen. 
 
Das aktuelle Musikgeschehen aus den unterschiedlichen Regionen des Nahen Ostens und des arabischen Raums wird auch heuer wieder in allen Facetten präsentiert – von traditionell inspirierten Klängen aus Armenien, Israel und dem kurdischen Liedgut über neu entstehende Genres wie dem „Mountain Rock“ von den Golanhöhen oder einer wilden Mischung aus traditionellen Balladen, Psychedelic Rock, Post-Punk und Surf aus Istanbul bis zu arabischen Underground-Klängen aus dem Libanon. Eröffnet wird Salam Orient 2018 von der vielseitigen libanesischen Künstlerin Yasmine Hamdan, die vom britischen Guardian als "das moderne Gesicht der arabischen Musik" bezeichnet wird. Das junge Ensemble Masaa um den libanesischen Poeten Rabih Lahoud hat bereits sämtliche Musikpreise Deutschlands eingeheimst und gibt nun sein Österreich-Debüt. Die staatenlosen Mitglieder der jungen Band TootArd von den Golanhöhen erschaffen mit ihrer ansteckenden und optimistisch klingenden Musik grenzenlose Freiheit. Für ihr außergewöhnliches Duo-Projekt laden die Künstler Paul Gulda und Marwan Abado erstmals den jungen Kamanche-Meister Derya Türkan aus Istanbul ein und lassen von Bach über osmanisch-klassische Musik bis zu freier Improvisation völlig neue Klänge entstehen. Das Yamma Ensemble zählt zu Israels wichtigsten Formationen der zeitgenössischen hebräischen Musik und präsentiert feinfühlige Lieder biblischer Poesie. Die Konzept-Künstlerin und Singer-Songwriterin Gaye Su Akyol aus Istanbul präsentiert mit ihrem soeben neu erscheinenden Album ein zutiefst poetisches, feministisches, revolutionäres und idealistisches Werk. Ein besonderes Highlight des diesjährigen Festivals ist der kurdische Liederabend mit einem Doppelkonzert: der renommierte Sänger und Filmemacher Nizamettin Ariç gibt eines seiner sehr seltenen Österreich-Gastspiele und die in Wien lebende Sängerin Sakîna Teyna hat mit Kurdish Female Voices eigens für Salam Orient ein ganz spezielles Konzert konzipiert, u.a. mit den großen kurdischen Frauenstimmen Çigdem Aslan und Gülseven Medar. Irdisch und zugleich nicht von dieser Welt sind die alt-armenischen Klänge vom Naghash Ensemble, das zum Abschluss von Salam Orient sein Österreich-Debüt feiert.
 
 
 
PROGRAMMÜBERBLICK
 
MO 15. Oktober 2018 (20.00 Uhr) / FESTIVALERÖFFNUNG
Flex; Am Donaukanal, Abgang Augartenbrücke, 1010 Wien; www.flex.at; €28,-
YASMINE HAMDAN (Libanon)
 
DI 16. Oktober 2018 (9.00 & 11.00 Uhr) /  Workshops für Schulen, nicht öffentlich
Brunnenpassage; 1160 Wien; Brunnengasse 71; www.brunnenpassage.at
RAP & POETRY SLAM mit EsRap (Türkei/Österreich)
 
DI 16. Oktober 2018 (19.30 Uhr) 
Sargfabrik; 1140 Wien; Goldschlagstraße 169; www.sargfabrik.at; €24,-
MASAA (Libanon/Deutschland),  Österreich-Debüt
 
MI 17. Oktober 2018 (18 Uhr) / Austausch in gemütlichem Rahmen mit Asylwerbern
Cafe Berfin; 1070 Wien Siebensterngasse 46; www.ceurabics.com; Eintritt frei
Shisha Karussell  
 
DO 18. Oktober 2018 (9.00 & 11.00 Uhr) /  Workshops für Schulen, nicht öffentlich
Brunnenpassage; 1160 Wien; Brunnengasse 71; www.brunnenpassage.at
RHYTHMUSSTRASSE mit Marwan Abado (Palästina)
 
DO 18. Oktober 2018 (17.00 Uhr) /  Musiktheater für Kinder von 5 bis 10 Jahre
Brunnenpassage; 1160 Wien; Brunnengasse 71; www.brunnenpassage.at, Eintritt frei  
DAS BUNTE KAMEL mit Marko Simsa - Buchpräsentation (Österreich/Syrien/Iran/Palästina) 
 
DO 18. Oktober 2018 (19.00 Uhr)
Fußgängerzone Favoriten; 1100 Wien; Favoritenstraße 105; www.gehsteigdisco.at, €3,-
Silent Gehsteigdisco: Global Break Beat/Oriental Funk (Projekt: Oliver Hangl, Musik: Paul Lohberger) 
 
DO 18. Oktober 2018 (19.30 Uhr) 
Sargfabrik; 1140 Wien; Goldschlagstraße 169; www.sargfabrik.at; €25,-
TOOTARD (Golanhöhen), Österreich-Debüt
 
FR 19. Oktober 2018 (19.00 Uhr) / Konzerte, Tanz, Kulinarik & Austausch
Brunnenpassage; 1160 Wien; Brunnengasse 71; www.brunnenpassage.at
Hamayun & friends
 
FR 19. Oktober 2018 (19:30 Uhr)
ORF RadioKulturhaus; 1040 Wien; Argentinierstraße 30a; https://radiokulturhaus.orf.at, € 25,-
MARWAN ABADO & PAUL GULDA feat. DERYA TÜRKAN (Palästina/Österreich/Türkei)
 
SA 20. Oktober 2018 (15 Uhr) / Konzert für Kinder von 3 bis 5 Jahre
Campus Aspern, Festsaal des BG-BRG WMS, Maria Trapp Platz 5, 1220 Wien, €5,-
Lalala Kinder Konzert - kurdische Kinderlieder, in Kooperation mit Kulturen in Bewegung
 
SA 20. Oktober 2018 (20.30 Uhr)
Porgy & Bess ; 1010 Wien; Riemergasse 11; www.porgy.at; €25,-
YAMMA ENSEMBLE (Israel)
 
SO 21. Oktober 2018 (14 Uhr) / Workshop für Familien mit Kindern ab 10 Jahre
Dom Museum; 1010 Wien, Stephansplatz 6, www.dommuseum.at/kalender, €6
AUF DEN SPUREN Geheimnisvoller Schriften
 
SO 21. Oktober 2018 (19.30 Uhr)
Theater Akzent; 1040 Wien, Theresianumgasse 18, www.akzent.at, €34,-/ €30,-/€26,-/€22,-
KURDISCHER LIEDERBAND: DOPPELKONZERT
Nizamettin Ariç Ensemble / Sakîna Teyna feat. Çigdem Aslan & Gülseven Medar 
MO 22. Oktober 2018 (9.00 & 11.00 Uhr) / Workshops für Schulen, nicht öffentlich
Brunnenpassage; 1160 Wien; Brunnengasse 71; www.brunnenpassage.at
FEETBOX mit Kaveri & Philipp Sageder (Indien/Österreich)
 
MO 22. Oktober 2018 (19.00 Uhr)/ Buchpräsentation & Podiumsdiskussion
Hauptbücherei Wien; 1070 Wien; Urban Loritz-Platz 2a; www.buechereien.wien.at; Eintritt frei
Buchpräsentation: Nach dem Putsch. 16 Anmerkungen zur „neuen“ Türkei (VIDC)
 
MO 22. Oktober 2018 (20.00 Uhr)
WUK; 1090 Wien; Währingerstraße 59; www.wuk.at; Vvk  €20,-/ Ak €24,-
GAYE SU AKYOL (Türkei), Österreich-Debüt
 
DI 23. Oktober 2018 (19.30 Uhr)
Theater Akzent; 1040 Wien; Theresianumgasse 33,  www.akzent.at, €30,-/€ 26,-/€ 22,-/€ 18,-
NAGHASH ENSEMBLE (Armenien), Österreich-Debüt
 
 
 
MUSIKPROGRAMM
 
MO 15. Oktober 2018 (20.00 Uhr) / FESTIVALERÖFFNUNG
Flex; 1010 Wien; Am Donaukanal, Abgang Augartenbrücke, www.flex.at; Vvk €28,- / Ak €35
YASMINE HAMDAN (Libanon)
Yasmine Hamdan (Gesang), Cedric Le Roux (Gitarren, Bass), Minh Pham (Keyboards), Loïc Maurin (Schlagzeug)
 
Die vielseitige libanesische Künstlerin Yasmine Hamdan steht wie kaum eine andere für den „Pop-Underground der arabischen Welt“. Seit der Veröffentlichung ihres Debut-Solo-Albums „Ya Nass“ (2013) genießt Yasmine Hamdans erfrischende, ganz persönliche moderne Interpretation des arabischen Pops enorme Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt auch seit ihrer einprägsamen Szene in Jim Jarmuschs Film "Only Lovers Left Alive" haben sich Medien und Fans in ihre bewegende Stimme, ihre verführerische Persönlichkeit und ihre offene Haltung verliebt. Im Gesang der Künstlerin findet sich eindeutig die Tradition der arabischen Musik wider, während die Arrangements ihrer Songs Elemente aus der zeitgenössischen westlichen Elektronik-, Pop- und Folkmusik vereinen. Auf ihrem neuen Album „Al Jamilat“ (2017) scheint Yasmine Hamdan ihre Vision nun zu vollenden. Als stetig Wandernde hat die Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin in einem halben Dutzend Länder gelebt und ist dabei in viele Kulturen eingetaucht. Auf ihrer musikalischen Erkundung sammelte sie Sounds und Ideen, arbeitete dabei mit verschiedenen Menschen zusammen und bereicherte ihr gesellschaftspolitisches Bewusstsein, dem sie nicht zuletzt auch in ihren Texten Ausdruck verleiht. 
 
 
DI 16. Oktober 2018 (19.30 Uhr) / SARGFABRIK
Sargfabrik; 1140 Wien; Goldschlagstraße 169; www.sargfabrik.at; €24,-
MASAA (Libanon/Deutschland),  Österreich-Debüt
Rabih Lahoud (Gesang), Marcus Rust (Trompete), Clemens Pötzsch (Klavier), Demian Kappenstein (Schlagzeug)
 
Seit sich der libanesische Poet Rabih Lahoud und der deutsche Trompeter Marcus Rust 2010 zufällig begegneten, haben sie gemeinsam mit Pianist Clemens Pötzsch und Schlagwerker Demian Kappenstein mitten in Deutschland eine zukunftsweisende, interkulturelle Musik geschaffen: bei Masaa verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz. 2012 wurden sie mit dem Bremer Jazzpreis ausgezeichnet, danach gewannen sie zwei wichtige Weltmusikpreise Deutschlands, den Publikumspreis des Creole-Wettbewerbs (2013) und die Förder-RUTH (2015). Dazu absolvierten sie erfolgreiche Tourneen nach Afrika und in Lahouds Heimat Libanon und starteten im Sommer 2015 ihr Teamwork mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum, mit der Masaa ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur setzen. Im Mai 2017 veröffentlichten sie ihr drittes Album "outspoken", das mit dem renommierten "Preis der deutschen Schallplattenkritik" ausgezeichnet wurde. Darüberhinaus ist Rabih Lahoud mitdem neuen Album für den Echo Jazz 2018 in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert.
 
 
DO 18. Oktober 2018 (19.00 Uhr) / FUSSGÄNGERZONE FAVORITEN
Fußgängerzone Favoriten; 1100 Wien; Favoritenstraße 105; www.oliverhangl.com, €3,-
Silent Gehsteigdisco – Global Break Beat / Oriental Funk Special
Projekt: Oliver Hangl, Musik: Paul Lohberger 
 
Global Village statt Culture Clash: In den 1990er Jahren entstanden in den Metropolen der Welt positive Visionen vom multikulturellen Leben. Durch digitale Vernetzung sollte ein globales Dorf entstehen, wo verschiedene Kulturen als vielfältiges Mosaik gleichberechtigt nebeneinander existieren. Diese Aufbruchsstimmung kam in der Clubmusik zum Ausdruck: Asian Breakbeats aus der indisch-pakistanischen Community in London, arabischer Funk aus Paris und orientalische Grooves aus New York (und auch Wien!) ließen die Visionen real werden, zumindest auf akustischer Ebene. Der Soundtrack des globalen Dorfes klingt auch heute noch positiv. Umso spannender ist es, diese Musik an einen Ort mit starken urbanen Kontrasten zu bringen. Dass Vielfalt auch Spannungen mit sich bringt, haben die Musikproduzenten und Künstlerinnen der 1990er nämlich nicht ausgeblendet, doch sie setzten auf Offenheit statt Angst.
Paul Lohberger hat als DJ PowLee „transgloabl breakbeat funk“ in Wiener Bars und Clubs aufgelegt. Oliver Hangl, der sich in performativen Disziplinen und medialen Räumen ebenso bewegt wie in den klassischen Ausstellungsräumen der bildenden Kunst, macht es mit der „Silent Gehsteigdisco“ aus der genreübergreifenden Projektreihe ON EAR möglich, den positiven Sound des Global Village in die Fußgängerzone im Herzen von Favoriten zu bringen. Während die staunenden Passanten innehalten, um den tanzenden Besucher/innen zu zusehen und vielleicht dann auch selbst teilzunehmen, lauscht das Disco-Publikum, umgeben vom urbanen Lärm, über Kopfhörer dem puren Sound. Der Platz verwandelt sich schleichend in einen quasi lautlosen Dancefloor. 
 
 
DO 18. Oktober 2018 (19.30 Uhr) / SARGFABRIK
Sargfabrik; 1140 Wien; Goldschlagstraße 169; www.sargfabrik.at; €25,-
TOOTARD (Golanhöhen) – Österreich-Debüt
Rami Nakhleh (Schlagzeug, Electronics, Gesang), Amer Mdah (Saxophone, Percussion, Gesang), Hasan Nakhleh (E-Gitarre, Keyboard, Gesang)
 
Die junge Band TootArd von den Golanhöhen ist mit ihrer ansteckenden Musik wegweisend für eine ganze Generation. Mit ihrem aktuellen Album „Laissez Passer“, erschienen auf dem renommierten Label Glitterbeat und überhaupt die erste internationale Veröffentlichung aus ihrer Heimat,  sorgen sie derzeit in Europa für Aufhorchen. TootArd haben ihren ganz eigenen, identitätsstiftenden Sound gefunden und verschmelzen geschickt Wüsten-Blues, melodischen Psych-Rock, Reggae–Einflüsse und klassisch-arabische Klänge miteinander. Gitarrist und Sänger Hasan Nakleheh, der gemeinsam mit seinem Bruder die Band gründete, bezeichnet ihre Musik sehr passend als „Mountain Rock“, kommen die Musiker doch allesamt aus dem Bergdorf Majdal Sham. Ihre Musik, die mehr optimistisch als melancholisch klingt, sehen sie als Ausdrucksmittel für die ironische Realität, aus der sie kommen. Der Albumtitel „Laissez Passer“ (Passieren lassen) bezeichnet das Dokument, das die staatenlosen BewohnerInnen der Golanhöhen tragen, seit das syrische Gebiet 1967 von Israel besetzt wurde. Für die Mitglieder von TootArd, die offiziell keiner Nationalität angehören und keinen Pass besitzen, bedeutet die Musik grenzenlose Freiheit, die ihnen ein Gefühl von Zugehörigkeit gibt.
 
 
FR 19. Oktober 2018 (19:30 Uhr) / ORF RADIOKULTURHAUS
ORF RadioKulturhaus; 1040 Wien; Argentinierstraße 30a; https://radiokulturhaus.orf.at, €25,-
«PFAD DER LIEBE»
MARWAN ABADO & PAUL GULDA feat. DERYA TÜRKAN (Palästina/Österreich/Türkei)
Marwan Abado (Oud & Gesang), Paul Gulda (Cembalo), special guest: Derya Türkan (Kamanche) 
 
„Masaar Hubb" - Pfad der Liebe ist die musikalische Begegnung von Cembalo und Oud - eine Seltenheit in der Musikszene. Erstmals wird das Duo Paul Gulda & Marwan Abado vom türkischen Kamanche-Meister Derya Türkan aus Istanbul begleitet. Gemeinsam lassen die drei Ausnahmemusiker auf dem „Pfad der Liebe“ neue Klänge entstehen - von Bach Suiten, andalusischen Duftgärten über arabische Wüstenschlösser bis hin zu freier Improvisation ist an diesem Abend alles möglich. 
Paul Gulda, der u.a. bei seinem Vater Friedrich Gulda das Klavierspiel studierte, begann seine Konzertkarriere im Klavierduo mit Roland Batik und einer Reihe von ungewöhnlichen Konzerten mit improvisatorischen Elementen. Seit 1982 spielt er internationale Konzerte und Produktionen als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und Komponist und konzipiert literarisch-musikalische Abende. Marwan Abado wurde als Sohn einer christlich-palästinensischen Familie in einem Flüchtlingslager in Beirut (Libanon) geboren. 1985 flüchtete Abado aus dem Bürgerkriegsgebiet nach Österreich und setzte hier seine musikalische Ausbildung beim irakischen Oud-Meister Asim Chalabi fort. In Wien findet er als Musiker, Sänger, Komponist und Poet eine neue Heimat. Abados Musik ist klassisch formschön, präzise an Melodieführung und narrativ. Sein Schaffensbereich umfasst Film- und Theatermusik ebenso wie konzeptuelle Tätigkeiten im Kulturbereich, Musikworkshops und Vorträge über arabische Musik sowie Kindertheater. Der junge türkische Kamanche-Meister Derya Türkan hat sich sowohl der improvisatorischen als auch osmanischen klassischen Musik verschrieben und ist u.a. auf diversen Alben des berühmten türkischen Musikers Kudsi Erguner zu hören. 
Erstmals findet nun im Rahmen von Salam Orient diese außergewöhnliche musikalische Begegnung statt.
 
 
SA 20. Oktober 2018 (20.30 Uhr) / PORGY & BESS 
1010 Wien; Riemergasse 11; www.porgy.at; € 25,-
YAMMA ENSEMBLE (Israel)
Talya G.A Solan (Gesang), Aviv Bahar (Kopuz, Oud, Gitarre), Yonnie Dror (Ney, Duduk), Nur Bar Goren (Percussion), Adi Gigi (Kontrabass)
 
Das Yamma Ensemble rund um die charismatische Sängerin Talya G.A Solan zählt zu Israels wichtigsten Ensembles der zeitgenössischen hebräischen Musik. Die feinfühligen Lieder wurzeln in hebräisch-biblischer Poesie und anderen alten jüdischen Quellen. Die MusikerInnen bleiben den Traditionen ihrer Herkunft treu und präsentieren ihre Lieder auf alten, für den Nahen Osten typischen Instrumenten wie Kopuz, Riq, Oud und Handtrommel. Die Aufführung des Ensembles zu den Psalmen 104, dem biblischen jüdischen Gesang, ist das meist gesehene Video einer zeitgenössischen, aktiven Musikgruppe auf Youtube. Diese einzigartige Kunst erweitert das Yamma Ensemble um die Musiktraditionen der verschiedenen jüdischen Diasporas aus dem Jemen oder alten Babylon sowie sephardische und chassidische Musik mit den faszinierenden Rhythmen, die von Generationen jüdischer Traditionen bewahrt wurden.
 
 
SO 21. Oktober 2018 (19.30 Uhr) / THEATER AKZENT
Theater Akzent; 1040 Wien, Theresianumgasse 18, www.akzent.at, €34,-/ €30,-/€26,-/€22,-
KURDISCHER LIEDERBAND: DOPPELKONZERT
Nizamettin Ariç Ensemble
Kurdish Female Voices - Sakîna Teyna feat. Çigdem Aslan& Gülseven Medar 
 
Ein besonderes Highlight des diesjährigen Festivals ist der kurdische Liederabend mit einem Doppelkonzert einiger außergewöhnlicher Künstler/innen: Der renommierte Sänger und Filmemacher Nizamettin Ariç gibt mit diesem Konzert eines seiner sehr seltenen Österreich-Gastspiele. Die in Wien lebende Sängerin Sakîna Teyna hat mit Kurdish Female Voices eigens für Salam Orient ein ganz spezielles Konzert konzipiert. Erstmals führt sie ihre beiden Ensembles Sakina & friends und das in Deutschland beheimatete Trio Mara zusammen und lädt dazu zwei der international bekanntesten kurdischen Frauenstimmen ein - Çigdem Aslan und Gülseven Medar. 
 
Nizamettin Ariç Ensemble
Nizamettin Ariç (Gesang, Mey, Tembur), Nure Dilovani (Geige), Naze Isxan (Klavier), Alexander Zerning (Gitarre)
Der Sänger und Multi-Instrumentalist Nizamettin Ariç, der gemeinsam mit Sivan Perver zu den wichtigsten kurdischen Künstlern zählt, musste 1980 aus der Türkei fliehen, nachdem er ein Konzert in kurdischer Sprache gesungen hatte. In Deutschland erhielt er politisches Asyl und veröffentlichte hier zunächst unter einem Pseudonym seine ersten Alben mit traditionellen kurdischen Liedern und Eigenkompositionen, in denen er die Lage der Kurden thematisierte. Internationale Bekanntheit erlangte er vor allem auch durch seinen Film „Ein Lied für Beko“, der als erster kurdischsprachiger Spielfilm in die Filmgeschichte einging und mit 15 internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Nach wie vor sind Nizamettin Ariç die kulturelle und sprachliche Freiheit und Bildung der Kurden ein großes Anliegen, mit der Sprache der Musik setzt er sich weiterhin für ihre Rechte ein.
 
Kurdish Female Voices - Sakîna Teyna feat. Çigdem Aslan & Gülseven Medar
Cigdem Aslan (Gesang), Gülseven Medar (Gesang, Saz), Sakîna Teyna (Gesang), Nure Dilovani (Geige), Naze Isxan (Klavier), Mahan Mirarab (Gitarre), Jörg Mikula (Percussion)
Sakîna Teyna setzt sich in ihren künstlerischen und auch politischen Aktivitäten wesentlich für Frauen- und Menschenrechte ein. Sie organisierte in der Türkei Konzerte, als die kurdische Sprache noch verboten war, und berichtete als Journalistin über den kurdischen Befreiungskampf, bis sie aufgrund ihrer Aktivitäten aus dem Land flüchten musste. In ihren vielseitigen musikalischen Projekten verbindet sie traditionellen Gesang und zeitgenössische Arrangements und schöpft dabei aus dem reichhaltigen Fundus kurdischer Lieder. Çigdem Aslan stammt aus einer musikalischen Familie mit kurdisch-alevitischem Hintergrund. Für ihr 2013 veröffentlichtes Debüt-Album „Mortissa“ erhielt sie den renommierten „Preis der deutschen Schallplattenkritik“. Schon in ihrer Kindheit war Gülseven Medar umgeben von Musik, später studierte sie an der Technischen Universität von Istanbul Gesang. Für die internationale und höchst erfolgreiche Theaterproduktion „Hamlet“ in kurdischer Sprache zeichnete Gülseven Medar für die Musikkompositionen verantwortlich. Gemeinsam wollen die Sängerinnen Grenzen überwinden, ihre Musik verstehen sie als eine Sprache des Friedens, die zu sprechen nie genug sein kann. Sie schaffen eine Klangwelt, die nicht nur die Melancholie der Menschen in Kurdistan widerspiegelt, sondern auch ihren Lebensmut und ihre Sehnsüchte.
 
 
MO 22. Oktober 2018 (20.00 Uhr) / WUK
WUK; 1090 Wien; Währingerstraße 59; www.wuk.at; Vvk  €22,-/ Ak €24,-
Gaye Su Akyol (Türkei), Österreich-Debüt
Gaye Su Akyol (Gesang), Ali Güçlü Simsek (Gitarre), Gökhan Sahinkaya (Bass), Görkem Karabudak (Keyboards, Gitarre), Emrah Atay (Schlagzeug)
 
Mit der Veröffentlichung ihres ersten internationalen Albums "Hologram Ĭmparatorluğu" (2016) etablierte sich Gaye Su Akyol als eine der überzeugendsten jungen Stimmen und aufregendsten Klangforscherinnen der Türkei. Ihre Arbeit als Singer-Songwriterin, Produzentin und audiovisuelle Konzept-Künstlerin bewegt sich zeitgleich in der geschichtlichen Vergangenheit, der hypervernetzten Gegenwart und der unverschlüsselten Zukunft. Aufgewachsen im kosmopolitischen Istanbul, in dem sie die anatolische Musik-Ikone Selda Bağcan und Kurt Cobain gleichermaßen hörte, übersprang Akyol die verstaubten Orient-Okzident Klischees. Ihre Musik war von Anfang an global in Konzept und lokal in Geist und Feinheit. Nach ihrem ersten international gefeierten Album ging die Band in ganz Europa, dem Mittleren und Fernen Osten auf Tour und präsentierte dem Publikum eine wilde Mischung aus traditioneller Ballade, futuristischem Surf und Post-Punk Opposition. Das neue Album "Istikrarlı Hayal Hakikattir" (Oktober 2018) - was übersetzt "konsequente Fantasie ist Realität" bedeutet - ist ein zutiefst poetisches Album und wie Gaye Su Akyol selbst sagt, extrem feministisch, revolutionär und idealistisch. 
 
 
DI 23. Oktober 2018 (19.30 Uhr) / THEATER AKZENT 
Theater Akzent; 1040 Wien; Theresianumgasse 33,  www.akzent.at, €30,-/€ 26,-/€ 22,-/€ 18,-
NAGHASH ENSEMBLE (Armenien) - Österreich-Debüt
Hasmik Baghdasaryan (Sopran), Tatevik Movsesyan (Sopran), Arpine Ter-Petrosyan (Alt), Tigran Hovhannisyan (Dhol), 
Aram Nikoghosyan (Oud), Emmanuel Hovhannisyan (Duduk), John Hodian (Klavier/Komponist)
 
Altarmenische Klänge neu erfunden für das 21. Jahrhundert - Komponist John Hodian erweckt mittelalterliche armenische Gedichte, Klagen und Beschwörungen zu neuem Leben. Seine jüngsten Werke vereinen volkstümliche Klänge mit Neuer Klassik, Postminimalismus und unbändige Jazzenergie. Im 15. Jahrhundert verfasste der armenische Priester Mkrtich Naghash bewegende Gedichte über das Leben im Exil und die Beziehung des Menschen zu Gott. Über fünf Jahrhunderte später stößt der amerikanisch-armenische Komponist John Hodian auf die Texte und weiß, er hat gefunden, was er suchte. Als Nachkomme von Überlebenden des Genozids an den Armeniern 1915 liest er in Naghashs Texten auch seine eigene Heimatlosigkeit. Ausgehend von diesen Gedichten erschafft er mit einigen der besten MusikerInnen Armeniens - drei Sängerinnen und drei Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol sowie er selbst am Flügel - neue Musik, die fremd und zugleich vertraut klingt, irdisch und wie nicht von dieser Welt. Sopranistin Hasmik Baghdasaryan über das neue Programm „Songs of Exile“: „Die Stücke sind tief in der armenischen Kultur verankert und gehen zugleich weit darüber hinaus. Es ist, als würde man mit dem musikalischen Welterbe des 21. Jahrhunderts auf die armenische Musik schauen und sie dann neu erfinden.“ Erstmals gastiert das Naghash Ensemble im Rahmen von Salam Orient in Österreich.
 
Wir danken unseren Fördergebern: Stadt Wien Kulturabteilung • Bundeskanzleramt • Ministerium für Bildung • Österreichische Entwicklungszusammenarbeit • Arbeiterkammer Wien • Kulturkommission Favoriten
 
Pressebetreuung: GAMÜKL - Gabriele Müller-Klomfar, A-1047 Wien; Postfach 17
Tel. 0699-1-913 14 11 oder E-Mail: service@gamuekl.org
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Eintrag: 02.10.18
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